Die Kunst

Sehen (114 x 110 x 10 cm)
Alle Werke und lyrischen Texte unterliegen dem Urheberrecht.

Hören (116 x 110 x 12 cm)
Alle Werke und lyrischen Texte unterliegen dem Urheberrecht.

Riechen (105 x 38 x 9 cm)
Alle Werke und lyrischen Texte unterliegen dem Urheberrecht.

Schmecken (53 x 102 x 9 cm)
Alle Werke und lyrischen Texte unterliegen dem Urheberrecht.

Fühlen (48 x 88 x 10 cm)
Alle Werke und lyrischen Texte unterliegen dem Urheberrecht.

Sinnesschmeichler

Wir sehen uns, früher oder später, dann und irgendwann,
in der diesen hiesigen oder der weiten jenseitigen Gegenwart.
Vielleicht im verschlingenden Fluss der gestrigen Zukunft.
Vergessen
in Kindheitserinnerung, im saugenden Sog des Traumes schwamm
der müde Geist. Des Morgens Hoffnung erwachende Visionenfahrt
ins Übermorgen aufgebrochen, von Ungeduldigkeiten zerfressen.

Wir hören uns, lauter oder im Stillen, in Schall und Rauch,
im dunstigen Gespensternebel dubioser Wolkengrollen.
Geistesblitze schlitzen fix den nass ergrauten Himme
l in abertausend Multitöne prächtig, du erahnst sie auch.
In tollkühnsten kitzelnd Ohrgefühlen, vollem Unbescholten
erklommen aus Geschwätze, rettend ins Sinfonien Gewimmel.

Wir riechen uns, modrig oder frischgelüftet, mehr oder weniger,
einstmalig in betörendem Duft, als auch übelstem Gestanke,
je nach gestattetem Gutdünken, immer der Nasenspitze lang,
so manches Mal beschämt verschnupft. Gerupftes Gefieder
schmerzt reißend immer wieder. Dem eigen Atem sag Danke,
dass er so manch malignem Odem prustend entsagen kann.

Wir schmecken uns, bekannter Süße der Gelüste, dem Salz auf der Haut,
mit kneifend Zwinker äugen, komplementär beschmunzelnd runzelnder Stirn,
und im Schmatzen der schnellen Zunge entflammt das brennende Lippenpaar.
Es werden Überlebens Sinne wohl gesättigt sein, ansonsten brüllt sie hungrig laut,
die Gier nach unbändig Völlerei durch Sein und Schein. Geplagt ist das Hirn,
durch Erstreben dumpfer Massen, der Seelenfrieden verkümmert sich gar unscheinbar.

Wir fühlen uns, gewollt und willig, oder im Zufall banal, im Befühlen der Berührung,
durch kochend Heiß und fröstelnd Kalt, in seidigem Kratzen, durch Wehe und Wohle.
In herrlich beflügelter Freiwilligkeit, negierend geschönt verpönter Alltagszwänge,
sind prickelnd gespickte Gänsehäute wild unbeugsam gefangen in erotischer Fügung.
Und so schleicht die schnurrende Verführungskatze, in stolzer Haltung, auf leiser Sohle
durch unsere einsamen Herzensstuben, in Täuschung kuschelnd gefangener Liebesfänge.

Sylke Lambert

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16.02.2016
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